Gesellschaftlicher Zusammenhalt gerät ins Wanken, wenn Menschen das Gefühl haben: Es geht nicht gerecht zu. Doch was ist eigentlich gerecht – und für wen?
In der zweiten Unterhausdebatte verhandeln wir genau diese Fragen: Werden die Lebensleistungen von Menschen in Ostdeutschland gerecht anerkannt? Ist gefühlte Ungerechtigkeit gefährlicher als reale Ungleichheit? Und warum streiten wir oft über Kultur statt über soziale Gerechtigkeit?
In Zeiten von Polarisierung, Vertrauensverlust und politischer Ermüdung schaffen wir einen Raum, in dem Stadtgesellschaft wieder ins Gespräch kommt – respektvoll, kontrovers und auf Augenhöhe. Inspiriert vom britischen Unterhaus macht das Format Haltungen sichtbar und Meinungswechsel erfahrbar. Uns geht es darum, Argumente zu schärfen, unterschiedliche Perspektiven auszuhalten und demokratische Diskursfähigkeit zu stärken. Denn Demokratie lebt vom Mitmachen – und vom gemeinsamen Ringen um die besten Lösungen.
Das Besondere: Im Publikum befinden sich drei bis fünf Expert:innen aus Gesellschaft, Politik und Wissenschaft, deren Fachkenntnis von den Moderator:innen eingeholt wird, um Argumente für Entscheidungen zu liefern, Verständnis für andere Positionen zu schaffen oder seine eigene kritisch zu überprüfen. Das Publikum kann zusammen mit ihnen durch die Wahl des Sitzplatzes seinen Standpunkt zu verschiedenen Thesen einbringen. Alle Meinungen werden respektvoll in die Diskussion einbezogen.
Demokratie lebt vom Streit und von der gemeinsamen Suche nach dem, was gerecht ist.
Also machen Sie mit – Ihre Meinung ist ausdrücklich erwünscht!
Mit den Expert:innen:
Prof. Dr. Reinhold Sackmann, Soziologe, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Prof. Dr. Winfried Kluth, Jurist, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Hans Goldenbaum, Sozial- und Islamwissenschaftler, Gewalt- und Radikalisierungsprävention: Bereichsleiter Hallesche Jugendwerkstatt sowie Coach der FH Polizei Sachsen-Anhalt
Der Eintritt ist frei!
Die Unterhausdebatte ist eine Kooperationsveranstaltung mit der Bundeskulturstiftung, der Halleschen Jugendwerkstatt, dem Christian-Wolff-Gymnasium und der Bürgerinitiative Halle-Rosengarten.

