Bringt eure eigenen Geschichten, Perspektiven und Fragen in die Wunderkammer ein und entdeckt eine Sammlung, die seit über 300 Jahren Objekte aus aller Welt vereint. Im transkulturellen Museumslabor »Weltblicke« tauschen wir uns in kleinen Gruppen aus und machen verborgene Stimmen sichtbar. Seid dabei und gestaltet einen offenen Raum für neue Sichtweisen und inspirierende Gespräche aktiv mit!
Weltblicke

Unsere Idee
Seit über 300 Jahren präsentiert die Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen Objekte aus vielen Teilen der Welt. Als Lehrsammlung der Halleschen Pietisten spiegelt sie den Blick einer Epoche wider, in der Wissenschaft, persönliche Welterfahrung und Religion eng miteinander verbunden waren. Jedes Objekt der Sammlung trägt Geschichten in sich unter Anderem von den Menschen, die es geschaffen, genutzt, weitergegeben oder gesammelt haben. Viele dieser Stimmen wurden lange Zeit nicht gehört oder sind bis heute unsichtbar geblieben. Im transkulturellen Museumslabor »Weltblicke« werden Menschen unterschiedlicher geografischer und kultureller Herkunft in eigens entwickelten Workshops eingeladen, ihre Perspektiven auf die Sammlung zu teilen. Dabei sprechen wir in kleinen Gruppen über Fragen, Geschichten und unsere unterschiedlichen Perspektiven. Dabei interessiert uns besonders: Was seht ihr? Was denkt ihr? Welche Geschichten bringt ihr mit? Eure Erfahrungen und Ideen sind wichtig. Gemeinsam schaffen wir einen offenen Raum für Austausch, neue Gedanken und spannende Gespräche.

Gruppen
Das Projekt richtet sich an unterschiedliche Gruppen und lässt sich flexibel an ihre Bedürfnisse und Interessen anpassen. Ob Sprachklasse, Lerngruppe oder Gruppe von Erwachsenen, die Dauer, die Auswahl der Objekte, die Gesprächsimpulse und die Methoden können an die jeweilige Gruppe angepasst werden. Jeder Workshop verbindet kulturellen Austausch über persönliche Geschichten und das kreative Entdecken der Objekte.
Für Sprachklassen bietet die Wunderkammer darüber hinaus einen niedrigschwelligen Anlass, Sprache ganz selbstverständlich und aus der Situation heraus zu nutzen. Das gemeinsame Beschreiben und Diskutieren unterstützt den Wortschatz und die Sprechpraxis. Die Begegnung und der Austausch über unterschiedliche Erfahrungen stehen in den Workshops im Vordergrund.
Ihr seid eine Sprachklasse,ein mittelgroßes Team oder ein bunte Gruppe ab fünf Personen? Dann kommt vorbei, entdeckt die Wunderkammer mit uns und teilt eure Perspektiven!

Angebote


Highlights
Ein persönlicher Blick in den Himmel
Mit der Tamil Heritage Foundation im Juli 2026
Im Mittelpunkt des Workshops stand eine Palmenhandschrift aus dem 18. Jahrhundert, die „Sternzeichen“ und „Himmelsbilder“ der Tamilen vorstellt. Sie bot den Ausgangspunkt für einen gemeinsamen Austausch über überlieferte Vorstellungen vom Himmel und darüber, wie unterschiedlich wir ihn wahrnehmen und deuten können.Anschließend begaben wir uns in der Wunderkammer auf die Suche nach Objekten, die uns an den Himmel erinnerten. Welche Gegenstände erzählen für uns von Sternen, Weite oder dem Universum? Und welche persönlichen Geschichten verbinden wir damit?Beim kreativen Gestalten des ganz persönlichen Himmels konnten die Teilnehmenden ihre Gedanken und Eindrücke festhalten und die zuvor multiperspektivisch diskutierten Themen auf eigene Weise weiterdenken.
Wir blicken zurück auf einen Tag voller Begegnungen, spannender Gespräche und vielfältiger Perspektiven und auf ganz persönliche Himmelsbilder, die dabei entstanden sind.

Demokratie entdecken in der Wunderkammer. Über persönliche Geschichten und gemeinsame Perspektiven
Mit einer Gruppe der Alpha Sprachschule Halle im Juli 2026
Gemeinsam mit einem Orientierungskurs haben wir die Wunderkammer aus unterschiedlichen Perspektiven zum Thema Demokratie erkundet. Dabei ging es nicht darum, Demokratie nur als abstrakten Begriff zu betrachten, sondern sie mit persönlichen Erfahrungen, Erinnerungen und Werten zu verbinden.Zu Beginn haben wir uns gefragt: Was ist uns selbst wichtig? Kleidung, Schule, Familie, Natur, die Antworten waren so vielfältig wie die Menschen in der Gruppe. Schon bei dieser ersten Annäherung wurde deutlich, wie unterschiedlich unsere Interessen, Erfahrungen und Persönlichkeiten sind.Anschließend haben wir die Objekte der Wunderkammer befragt: Welches Objekt erinnert euch an eure eigene Kindheit? Welche Geschichte verbindet ihr damit? Die persönlichen Erinnerungen eröffneten Gespräche über Erfahrungen, die uns geprägt haben. Dabei wurde sichtbar, welche Werte die Teilnehmer bereits in ihrer Kindheit erlebt und mit auf ihren Weg genommen haben und wie unterschiedlich diese Erfahrungen sein können.Zum Abschluss gestalteten wir unseren eigenen Himmel. Denn wir alle leben unter einem gemeinsamen Himmel und teilen uns diesen Lebensraum und doch erlebt jede und jeder darunter die eigene Geschichte.
So wurde Demokratie in der Wunderkammer nicht nur zum Gesprächsthema, sondern zu einer gemeinsamen Entdeckungsreise: über das, was uns verbindet, über unsere Unterschiede und über die vielfältigen Erfahrungen, die unsere Perspektiven auf die Welt prägen.
Perspektiven entdecken und Geschichten teilen
Mit dem »Stammtisch Sprache« im Juni 2026
Im Juni 2026 erkundeten wir gemeinsam mit dem Stammtisch Sprache die Wunderkammer. In drei Workshops wurde die Sammlung zum Ausgangspunkt für Gespräche über persönliche Erfahrungen, unterschiedliche Perspektiven und die Geschichten, die hinter ihnen stehen.Zum Auftakt erkundeten die Teilnehmer bei einem gemeinsamen Gang durch die Wunderkammer die eigenen Perspektiven auf die Objekte: Welche Materialien sprechen mich an? Wonach würde ich ein Objekt auswählen? Und welche Erfahrungen und Geschichten prägen meinen Blick?Der zweite Workshop widmete sich dem Thema „Ankommen“. Persönliche Erfahrungen wurden mit historischen Geschichten und unterschiedlichen Perspektiven auf Migration verbunden. Eine historische Landkarte führte in die Geschichte der Halleschen Auswanderer nach Pennsylvania im 18. Jahrhundert. Kreative Methoden und der gemeinsame Austausch machten sichtbar, wie unterschiedlich Erfahrungen und Vorstellungen vom Ankommen sein können.Zum Abschluss lud der Workshop „Perspektivwechsel“ dazu ein, selbst die Rolle von Museumsleiter zu übernehmen. Als Expert ihres eigenen Lebens entwickelten die Teilnehmer Ideen: Was würden sie in einem eigenen Museum zeigen? Welche Objekte, Geschichten und Perspektiven wären ihnen wichtig?
Die drei Workshops machten die Wunderkammer zu einem Ort des Austauschs, an dem persönliche Geschichten sichtbar wurden und unterschiedliche Perspektiven miteinander ins Gespräch kamen.














