Mit dem Gründungsprivileg von 1698 des Kurfürsten Friedrich III. von Brandenburg (1657–1713) wurde den Glauchaschen Anstalten auch der Betrieb einer eigenen Apotheke erlaubt, der eine wichtige Funktion innerhalb des Anstaltsgeländes, aber auch in Glaucha und Halle zukam. Darüber hinaus kam es um das Jahr 1700 herum zur Herstellung erster hauseigener Medikamente – den sogenannten…
Anhand der hier transkribierten Quelle aus dem Archiv der Franckeschen Stiftungen erfährt der Leser, was ein im Auftrag des Halleschen Waisenhauses Reisender unterwegs zu beachten, welche Situationen er zu vermeiden, was er zu lernen, mitzubringen und zu berichten habe. Die Hinweise und Ratschläge sind allgemein gehalten und zeichnen sich durch ihre mannigfaltige Anwendbarkeit, praktische Hilfen…
Die Wasserversorgung in den Franckeschen Stiftungen war von Beginn an ein wichtiges Thema für die stetig wachsenden Schul- und Bildungsanstalten August Hermann Franckes (1663–1727). Es wurde nicht nur reines Trinkwasser benötigt, sondern auch Wasser zum Brauen und für die Essenszubereitung, aber auch für die Körperhygiene der Kinder und Angestellten, für die Wäsche, zum Reinigen der Gebäude und…
Johann Daniel Herrnschmidt (1675–1723) immatrikulierte sich im Oktober 1698 an der Universität Halle, nachdem er bereits an der Universität Altdorf drei Jahre zuvor ein Philosophie- und Theologiestudium begonnen hatte. Noch im gleichen Jahr wurde er Informator am Pädagogium der Glauchaschen Anstalten. Diesen blieb er verbunden, obwohl er zwischen 1702 und 1716 erst in Bopfingen, dann Idstein als…
In der pietistischen Medizin wurde Krankheit als Erziehungsinstrument Gottes verstanden, welches die Menschen im Angesicht ihres körperlichen Leidens und vielleicht sogar ihres nahenden Todes zur Glaubensprüfung veranlassen sollte. Für eine erkrankte Person war es daher essentiell, sich nicht nur um die Gesundung des eigenen Körpers zu bemühen, sondern insbesondere um die der eigenen Seele. Da…
Im Herbst 1723 wurde Christian Wolff (1679–1754) auf Befehl des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. (1688–1740) des Landes verwiesen. Damit hatte ein mehrere Jahre zwischen Wolff und der theologischen Fakultät der Universität Halle schwelender Konflikt seinen Höhepunkt erreicht. Allerdings überraschte die Drastik der königlichen Weisung alle Beteiligten – Wolff habe »bey Stafe des Stranges«…
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